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“People in Africa think that time will always wait for them. But it won’t. If we want to change the situation of the poor youngsters in the village, we have to become actively.”

Doreen Tusingwire
Midwife and Tropical Nurse

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Editorial

Die NGO Ugandan Empowerment & Career Development (UECD) hat zum Ziel, sozial benachteiligte, motivierte junge Uganderinnen und Ugander zu befähigen, ihre Zukunft in die Hand zu nehmen. Die UECD legt grossen Wert auf die Förderung von Frauen, die nicht von gleichen Rechten und Chancen im Alltag, im Beruf oder in der Politik profitieren. Nach Abschluss der Berufsausbildung sollen sie selbst in der Lage sein, anderen jungen Menschen zu helfen, eine berufliche Karriere zu machen. Sie werden für fünf Jahre Junior Consultants im Board von UECD Uganda und übernehmen die Führung des Projekts in Uganda.

Die Förderung durch ehemalige Studierende und die finanzielle Unterstützung durch Sponsoren sollen den Einsteigerinnen helfen, eine Berufsausbildung in einem Berufsinstitut oder an einer Universität in Uganda zu finden, zu durchlaufen und abzuschliessen. Die Grundlage für dieses Programm beruht auf der persönlichen Beziehung zwischen Sponsoren und Studierenden. Sie mailen, skypen oder besuchen sich. Der interkulturelle Austausch durch die direkte Pflege des Kontaktes zu den jungen Uganderinnen und Ugandern hat auch zum Ziel, dass Europäer, Eltern und ihre Jugendlichen, aus erster Hand mehr über die schwarzafrikanische Kultur erfahren.

Da ugandische Frauen und Männer in einer kollektiven Gesellschaft leben, unterstützen Berufstätige mit ihrem Einkommen finanziell ihre gesamte Grossfamilie. So können wir mit der Unterstützung einer Uganderin oder eines Uganders immer eine grosse Anzahl Menschen in ihrem familiären Umfeld erreichen und helfen, die Armut zu bekämpfen. 

Die Realisierung unserer Ziele basiert auf den Grundsätzen der Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Gesellschaft, der sozialen Gerechtigkeit, Humanität, dem Frieden und der Entwicklung. Eine berufliche Ausbildung ist für soziale Randgruppen besonders erforderlich, da Bildung hilft, die Armut zu überwinden.

Die Gründung der Organisation UECD entstand durch ein erstes Sponsoring zweier Studierenden in Kampala, Uganda. Beide haben ihre Berufsbildung in der Zwischenzeit erfolgreich abgeschlossen. Sie arbeitet als Hebamme und Krankenschwester, er als Anwalt. Nach Abschluss ihrer Ausbildung wünschten beide, ihr Glück andern Jugendlichen weiterzugeben und sich im Interesse des Landes gegen die Armut zu engagieren. So entstand das Fundament der NGO UECD, in deren Vorstand diese beiden ersten Studierenden Mitglieder als Junior Consultants wurden. 

Nach der Entwicklung des Reglements über das Aufnahmeprozedere für neue Studierende wurde die NGO UECD Uganda registriert, der Vorstand durch einen Psychologieprofessor der Makerere-Universität in Kampala als Senior Consultant ergänzt, und es wurde der Verein UECD Switzerland in Zürich gegründet. Der Verein UECD Switzerland ist steuerfrei. Aufgrund der personellen Kapazitäten in Uganda beschloss man in den beiden Vorständen, pro Jahr zwei neue Studierende aufzunehmen. Mit diesem Wachstum können wir die Qualität der Begleitung in Uganda gewährleisten. Die Neuen nach strengen Kriterien auszuwählen, sie zu coachen und ihnen in schwierigen Situationen zu helfen, ihren Weg als Dorfjugendliche in der Stadt zu finden und ihre Finanzen zu kontrollieren, liegt in der Hand der Juniors im Board UECD Uganda. Bis jetzt haben drei Studierende erfolgreich abgeschlossen und vier studieren noch. Gewählt wurden die Berufe Krankenschwester/Hebamme, Rechtsanwalt, Business & Administration, Human Resource  Management und Computer Science.

Das Spezielle an UECD ist:
Unterstützt wird hauptsächlich eine Berufsausbildung, die gemäss UNO und UNESCO nicht vom Staat übernommen wird: Berufsausbildungen liegen bis ins Jahr 2015 nicht in der Verantwortung der Staaten, im Gegensatz zu der Grundausbildung, und können/müssen von nichtstaatlichen Organisationen (NGO) abgedeckt werden. 

Die UECD legt grossen Wert auf die Förderung von Frauen, die nicht von gleichen Rechten und Chancen im Alltag, im Beruf oder in der Politik profitieren.

 Die Studentinnen und Studenten sind für ihre Stipendiengelder selbst verantwortlich. Sie werden von den Vorständen begleitet und kontrolliert. Die bereits ausgebildeten Uganderinnen und Ugander übernehmen als Junior Consultants die Begleitung der Neuen im Programm. Sie können so ihre eigene Erfahrung und ihr Engagement weitergeben.

Sponsorinnen und die Junioren der Sponsoren sind für den direkten Kontakt und die Beziehungen zu den Ugandern zuständig. Interkultureller Austausch ist ein expliziter Teil des Konzeptes.

Diese berufliche Ausbildung führt zur existenziellen Eigenständigkeit der jungen Uganderinnen und Ugander, die dadurch wieder – in afrikanischer Tradition – ihre Angehörigen, ihre eigenen Kinder und in ihrem Beruf die ugandische Gesellschaft unterstützen können. Damit bekämpft das Bildungsprojekt in direkter Weise die Armut.