HomeAktuellesKontaktInternSitemap
Deutsch
 

“I am involved in the career of many students in my faculty at Makerere University in Kampala and would like to support young Ugandans with poor means to make a professional career. It is increasingly difficult for them to afford a professional education.”

PhD Peter Kakubeire Baguma
Makerere University, Kampala

Über UECDAutobiografien StudentenSponsorendeUganda - ReiseberichteLinks
Land und LeuteReiseberichteReise 2004Reise 2006Reise 2008/2009Reise 2016

Kontaktpflege und Netzwerkarbeit
werden immer wichtiger

Ein persönlicher Bericht von Eva Winizki

Wiederum mit Freundinnen und Unterstützung von Freunden machen wir auf der dritten Reise 2008/2009 einen Workshop mit allen Teilnehmerinnen von UECD zur Identitätsfindung. Wir werden vom Direktor des Internationalen Spitals in Kampala, Ian Clarke, mit der Zurverfügungstellung von Räumlichkeiten unterstützt. Es geht darum, sich kennen zu lernen, die interkulturelle Zusammenarbeit zu verbessern und die Zuständigkeiten zu klären. Gemeinsam entscheiden wir uns, dass mindestens monatliche schriftliche Kontakte zwischen Sponsoren und Studierenden stattfinden. An diesem Seminar eröffnet Ronald uns, dass er mit seinen beiden Anwaltskollegen Alex und Adoch eine Studentin, Fiona, finanziere. Schön, das kam überraschend. Wir hatten zu Beginn des Projekts die Vision, dass eines Tages UECD ganz in die Hände von Uganderinnen und Ugandern gelegt wird, auch das Sponsoring. Und nun haben wir schon nach vier Jahren die ersten ugandischen Sponsoren und – eine vierte Studentin!

Murchison Falls
Schimpanse, Murchison Falls N.P.
Nilkrokodil, Murchison Falls N.P.

Wir reisen mit dem ganzen Vorstand UECD Uganda und Freunden aus der Schweiz für 12 Tage nordwestwärts, zuerst nach Murchison Falls National Park, um freilebende Schimpansen zu beobachten, die berühmten Nilwasserfälle zu sehen und auf einer Safaritour andere Tiere zu entdecken. Das Nildelta ist ein Vogelparadies, wo auch der Schuhschnabel vorkommt. Wir können britischen Ornithologen bei der Beringung der Vögel zuschauen und sehen seltene Arten aus nächster Nähe.

Auf dieser Reise haben wir in der Lodge im Nationalpark viel Gelegenheit, miteinander zu reden, und es kommt ein neues Thema auf: Wie können wir die Studierenden nach erfolgreichem Abschluss ihres Studiums unterstützen, wenn sie keine Arbeit finden? Hilda findet keine Arbeit. Ihre Mutter als Fabrikarbeiterin kann ihr keine Verbindungen schaffen. Wir müssen ein Netzwerk von Arbeitgebern schaffen. Der erste ist ein Tourismusmanager, indisch-ugandischer Abstammung, Mr. Malik, Besitzer der Lodge und der Afri Tours & Travel Ltd., der uns Hilfe verspricht. Hilda kann sich bewerben. Lions-Mitglieder und Rotarier werden wir als Nächstes angehen – auch hier erkennen wir, wie wichtig Netzwerkarbeit ist.

Der König von Bunyoro-Kitara gibt uns eine Audienz
Der König hält Rituale in seinem

Die Gelegenheit, das erste Mal vom König von Bunyoro-Kitara, einem ihrer vier Könige, in einer Audienz in seinem Palast in Hoima empfangen zu werden, ist für für unsere Studentinnen ein Höhepunkt.

Quellen werden in Pumpstationen gefasst
Dadurch wird sauberes Trinkwasser gewonnen

Er delegiert seinen Premier, uns Entwicklungshilfeprojekte in der Region zu zeigen: die Fassung von Trinkwasser, den Bau von Latrinen wie auch Wassertanks in Schulen und der Aufbau von Krankheitsstationen und Ambulatorien. 

Es ist Weihnachten: Wir werden an mehrere katholische Messen eingeladen, die einen unter dem natürlichen Blätterdach, die anderen in Kirchenräumen. So oder so sehr bunt und heiter, mit Musik, Tanz, Trinken und Essen.

Wir reisen nach Bushenyi, wo für uns die Mutter von Doreen eine grosse Party veranstaltet – ein grosses Geschenk für uns alle.

Adah, eine unserer Studentinnen, im Computerlabor der KIU
Adah in der Bibliothek der KIU

Zurück in Kampala zeigen die neuen Studierenden uns die Internationale Universität, ihre Vorlesungsräume, ihre Bibliothek, wo sie ihren Platz zum Lesen haben, die PC-Labors. Wir machen einen offiziellen Besuch beim Direktor und stellen ihm die Studierenden vor.

Mit mehreren gemeinsamen Abendessen und einer tollen Silvesternacht – tanzend auf den Strassen von Kampala, von wo aus man das Feuerwerk des Sheraton-Hotels gut sehen kann – schliessen wir diese Reise ab. Die nächste Reise wird 2009 sein, wenn Doreen traditionell heiratet. Wir freuen uns.

Wer nicht gerade Zeit findet, nach Uganda zu reisen, kann sich kulinarisch im Restaurant African Queen, Stampfenbachstrasse 70, 8006 Zürich, mit guter ugandischer Küche verwöhnen lassen.